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Leseproben aus "Suffis Welt"
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Da rennt er mit dem Zauberjoghurt.
Eine Illustration von C. S. Linientreu
aus dem Buch "Suffis Welt" |
Ulli war ein dufter Kumpel. Mit dem konnte ich über alles
reden. Zum Beispiel über Pupsen in der Badewanne und wie man
Brötchen mit Moppelkotze richtig ißt, ohne daß
der ganze Scheiß runtertropft.
"Jungs, habt ihr Appetit auf was Süßes?"
"Ja, warum?"
"Dann könnt ihr mir einen blasen. Ich bin zuckerkrank!"
Mit einem Sonderbus fuhren Ulli und ich ins Ferienlager, aber das
war nicht schön, weil ein Junge in seine Brotbüchse brechen
mußte und Ulli daraufhin seinen Platz ganz vorn beim Fahrer
für den Brecher freimachen mußte.
Es roch komisch in dem Bus, und sicher hätten noch mehr gebrochen,
wenn wir nicht schon in Zella-Mehlis angekommen wären.
"Na Silvana, lange nicht gesehen ..."
"Du, ich hab keine Uhr um."
John blieb dran.
"Und wie wär's mal wieder? Ich hab' Power im Hintern!"
"Und, wozu brauchst du die? Zum Kacken?"
Tante Edda hatte für uns Bockwürstchen warmgemacht. Dann
ging sie zu ihrer Häkelgruppe.
"Eh, voll die Brühpuller", sagte Ulli und kniff in
das oberste Würstchen. Onkel Hansi packte inzwischen Ullis
und mein Geschenk aus. Ullis Geschenk war eine Flasche Goldi. Mein
Geschenk war eine Flasche Goldi. Neben den Würstchen stand
auch schon eine. Damit ging der Nachmittag in Ordnung.
Seine Tätowierungen waren finster. Nicht so wie bei dem Kumpel
von John Schüttig, der sich hinter seine Ohren FAUST und DICK
hatte brennen lassen. Sicherlich hatte ihm nie jemand hinten die
Kopfhaut zusammengezogen, um das Wort im Stück zu lesen. Denn
im Sommer wollte er weitermachen und sich zwischen die Zehen ALDI
und TÜTE schreiben lassen, weil das so schön aufging.
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(Alle Auszüge aus: Kudernatsch: Suffis Welt. Ulli und ich und Onkel Hansi. Leipzig 2008, Edition PaperONE © Kudernatsch 2008)
Kaufen könnt ihr das Werk im Kautsch-Konsum.
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